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Resilienter zu werden, neue Wege zu gehen, das wünschen sich viele AnwältInnen. Der Weg ins Coaching aber ist für viele mit Klischees und Vorurteilen gepflastert: Ist Coaching nicht doch nur Geldschneiderei? Wie erkenne ich einen guten Coach? Nicht zuletzt: Was passiert eigentlich bei einem Coaching?
Resilienz bringe nichts, weil nur das Verhalten im Beruf zu ändern gesucht werde, nicht aber die Verhältnisse selbst, verkündet ein Hochglanzmagazin. Zugleich steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen in anwaltlichen Berufen stetig. Was also ändert Resilienz und, vor allem, wie wird „Anwalt“ resilient?
Großkanzlei. Der Traum vieler Studenten und Referendare. Wer frisch nach dem Examen in einer Großkanzlei anfängt, freut sich über den renommierten Kanzleinamen im Lebenslauf, spannende Mandate und ein üppiges Gehalt. Die Einstiegshürde? Top Noten, Promotion, flotter Lebenslauf und eine gute Performance im Bewerbungsgespräch. Nicht viel für einen anspruchsvollen Job mit einem Anfangsgehalt von mindestens 100.000 EUR. Kein kanzleieigenes Assessment-Center, kein differenziertes Auswahlverfahren? "Braucht es nicht, solange die Noten stimmen", sagt die Personalabteilung. Doch wie aussagekräftig sind die Examensnoten wirklich?
Haben Sie schonmal eine Aufgabe abgeben wollen und es wurde Ihnen direkt ein „Keine Zeit“ entgegengeschmettert, gefolgt von allen möglichen „Ja, aber…..!“ zu allen Ihren Lösungsvorschlägen, wann die Sache stattfinden könnte? Sodass Sie und Ihr Gegenüber letztlich beide einfach nur noch genervt waren? Vielleicht sind Sie gegen eine Wand gelaufen. Wenn unsere Mitmenschen auf einen Vorschlag oder eine Bitte nicht eingehen, kann es sich bei dem angebrachten Argument um ein echtes handeln oder eben um ein vorgeschobenes. Und die letzteren machen viel mehr Schwierigkeiten.

Im hektischen Kanzleialltag geht die regelmäßige Prüfung der Prozessabläufe (organisatorischen Arbeitsabläufe) oftmals unter. Hierdurch manifestieren sich Abläufe, die ineffizient, unnötig und somit  kostenträchtig sind. Neben dem wirtschaftlichen Schaden führen fehlerhafte Prozessabläufe zu unzufriedenen Mandanten und überlasteten Mitarbeitern und können auch haftungsrechtliche Folgen nach sich ziehen. Besonders im Transformationsprozess von der analogen Arbeit zur digital arbeitenden Kanzlei ist es unerlässlich, sämtliche Prozessabläufe zu analysieren, zu verstehen und auf digitale Abläufe anzupassen.

Eine dieser Schubladen, in denen die Anwaltschaft steckt, ist die der „Workaholics“. Wir sind bekannt dafür, rund um die Uhr zu arbeiten und das wird zwar allgemein als nicht besonders gesund angesehen, gleichzeitig aber auch mit irgendeiner Art von Hochachtung betrachtet – was für eine Motivation und Leistungsbereitschaft! Ganz besondere Leute! Das betrifft nicht nur Kolleginnen und Kollegen in Großkanzleien, die regelmäßig „Allnighter“ hinlegen und also nicht nur bis spät abends im Büro arbeiten, sondern gar nicht mehr nach Hause gehen und stattdessen die Sonne vor dem Bürofenster aufgehen sehen. Es betrifft auch die Anwaltschaft in mittelständischen Kanzleien oder solche, die in Einzelkanzleien tätig sind. Immer etwas zu tun, immer erreichbar, viele Fäden gleichzeitig in der Hand und immer bereit für die Extrameile.

Das Gebührenrecht ist hochkomplex. Wir nähern uns dem Thema mit der Frage des Monats. Diesmal: Was ist der Toleranzrahmen? Im Fokus steht die Bemessung der Rahmengebühren, hier am Beispiel einer Geschäftsgebühr in einer außergerichtlichen Tätigkeit. Im Video erhalten Sie die sehr einfach und verständlich erklärte Antwort von Diplom-Rechtspfleger Thomas Schmidt.

Haben Sie sich zum Start in das Jahr 2022 vorgenommen, endlich Ihre Fall-Liste für den Fachanwaltstitel fertigzustellen? Und sind Sie fertig? Oder sind Sie aus der Fraktion „Einfach anfangen und machen, Vorsätze werden sowieso nur gebrochen“? Egal, ob Sie zu den Leuten gehören, die mit guten oder sogar festen Vorsätzen in das neue Jahr starten oder zu denen, die das überflüssig finden, weil wir schließlich das ganze Jahr über Dinge in Angriff nehmen und verändern können: Mit dem Juni geht auch die erste Hälfte des Jahres zu Ende. 6 Monate sind schon wieder vergangen - die Zeit fliegt, hat sich gewendet und hält uns auf Trab. Gute Gelegenheit für ein kurzes Atemholen.