Beiträge von: Julia Torner

Julia Torner ist freie Texterin und schreibt schwerpunktmäßig längere Sachtexte für Kanzleien und Legaltech-Unternehmen. Wenn sie nicht gerade nach einer passenden Formulierung sucht, reist sie gern oder trinkt eine gute Tasse Kaffee in Berlin oder Hamburg.

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Quiet quitting war in den letzten Jahren in aller Munde. Doch der nächste Trend lässt nicht lange auf sich warten. Ziehen Sie sich warm an, liebe Arbeitgeber und Ausbilder: jetzt folgt das „loud quitting“ – Mitarbeiter, die wütend gehen und dabei verbrannte Erde hinterlassen. Doch in der Absicht, es dem ehemaligen Chef oder der Kanzlei heimzuzahlen, ziehen sie oft sich selbst mit in den Abgrund.
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Familienplanung im Studium und Referendariat? Klingt nur schwer kompatibel. Junge Juristinnen sagen sich: "Wenn ich erstmal ein, zwei Jahre im Job bin, dann …" Die Festanstellung biete – jedenfalls im Gegensatz zur Selbstständigkeit – einen sicheren Rahmen für Eltern mit kleinen Kindern, meinen die jungen Kolleginnen. Wirklich? Leider sind noch nicht alle Kanzleien so weit. Doch was bedarf es eigentlich, um jungen Eltern das Berufsleben und insbesondere Müttern den Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu erleichtern? Die Möglichkeiten sind vielfältig, teilweise sehr leicht implementierbar und gehen weit über ein "Sie können schon um 17 Uhr gehen" hinaus.
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Anwaltsschriftsätze – ein Bollwerk brillanter Argumente und geschliffener Formulierungen. So scheint es. Doch inmitten des akademischen Duktus gibt es einen Fehler, der sich hartnäckig hält: das Deppenapostroph.
Feste Präsenztage in der Kanzlei – muss das sein?
Angestellte Anwälte wünschen es sich, ReFas mit Kindern träumen davon und Generation-Z-Referendare halten es ohnehin für selbstverständlich: die Möglichkeit, jederzeit von zuhause arbeiten zu dürfen. Die digitalen Optionen sind da und die Arbeitnehmerwünsche eindeutig, doch bislang herrscht in den meisten Kanzleien und Unternehmen grundsätzlich erstmal Anwesenheitspflicht.
Als Jurist gut genug? — Über Zweifler und Luftpumpen
Klischee oder Fakt: Unter Juristen gibt es gewisse Grundtypen, von denen zwei besonders auffallen. Ich nenne sie die Zweifler und die Luftpumpen. Die Zweifler: reflektiert, sich der Komplexität juristischer Arbeit bewusst, skeptisch, gründlich, überkritisch, aber auch zu Zweifeln neigend und Impostor-Syndrom-gefährdet. Die Luftpumpen: übermäßig selbstbewusstes Auftreten, teils überheblich, mit Tendenz zur Selbstüberschätzung und nicht kritikfähig. Ihre ausgeprägte Hybris führt zu der Neigung, wichtige Details zu übersehen, zuweilen unüberlegt zu entscheiden und keine Zweifel zuzulassen.
Warum Anwälte öfter fasten sollten
Das Frühjahr ist da. Nach den langen Wintermonaten ist es wunderbar, morgens das Fenster zu öffnen, frische Luft einzuatmen und den Tag mit einem guten Kaffee und leckeren Croissants zu beginnen. Also, grundsätzlich. Denn es gibt in dieser Zeit nicht wenige Menschen, die sich kulinarische Genüsse verkneifen, denn: sie fasten.
Arbeiten neben Studium und Referendariat – sinnvoll oder belastend?
Die juristische Ausbildung ist zeitintensiv und anspruchsvoll, besagt eine Binsenweisheit. Dennoch stehen nicht wenige Studenten (und auch einige Referendare) vor der Frage, ob sie nebenbei arbeiten sollen. Im Wesentlichen gibt es drei Gruppen: Einige genießen das Privileg, ihr Studium durch das Elternhaus komplett finanziert zu bekommen. Bei Anderen ist das Gegenteil der Fall: sie erhalten von zu Hause keinerlei finanzielle Unterstützung und müssen nebenbei arbeiten. Und eine dritte, vermutlich die größte Gruppe hat die Wahl, sich zur elterlichen Unterstützung (oder dem Bafög) etwas dazuzuverdienen.
Authentizität im Smalltalk: Zwischen Ehrlichkeit und Floskelwolke
Smalltalk dient oft als Eisbrecher und zur Pflege leichter Konversation. In dieser Funktion sind auf die Frage: "Wie geht es Ihnen?" Standardantworten wie „gut" oder „okay" zu einer Art sozialem Schmiermittel geworden. Sie halten das Gespräch in Bewegung (oder beenden es schnell wieder), ohne in tiefere, persönliche Sphären vorzudringen. Dabei geht meist die Authentizität verloren, aber: ist sie überhaupt erwünscht?
Anspruchsdenken und Erwartungshaltung – legitim oder völlig überzogen?
Sind Sie ein anspruchsvoller Mensch? "Es kommt darauf an, ..." werden Sie jetzt vermutlich relativierend denken, denn Ihre Erwartungen hängen situativ von diversen Faktoren ab. Von einem Taxifahrer erwarten Sie im Smalltalk sicher keine differenzierten Betrachtungen zu juristischen Sachverhalten – er sollte Sie aber schnell und sicher an Ihr Ziel bringen. Wenn er sich aber nicht nur als guter Fahrer, sondern auch als illustrer Gesprächspartner entpuppt, freuen Sie sich. Er "liefert" mehr, als er muss.
Arroganz in der Chefetage – Ursachen und Hintergründe
Führungskräfte – sie sind charmant, charismatisch, erfahren und empathisch. Bestenfalls. Denn nicht selten haben Chefs, Vorgesetzte oder Kanzleipartner auch den Ruf, ziemlich arrogant zu sein. Warum eigentlich? Sind sie es wirklich oder ist das ihre professionelle Maske? Und was macht das mit Team und Kollegen?
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