In Ermittlungsverfahren spielen digitale Beweismittel eine immer größere Rolle. Digitale Beweismittel können elektronische Dokumente, E-Mails, Bilddateien sowie verschlüsselte Informationen oder Spuren von Angriffen auf Netzwerke sein. Um die Speicherung, Aufbereitung und Analyse dieser digitalen Beweismittel für Polizei und Justiz effizienter und sicherer zu machen, plant Niedersachsen eine Beweismittelcloud, um diese Daten dort für den gesamten Gang des Strafverfahrens sicher aufzubewahren, für Analysezwecke ortsunabhängig zur Verfügung zu stehen und für Polizei und Justiz verfügbar zu bleiben.
Die Beweismittelcloud soll den Strafverfolgungsbehörden im Umgang mit den stetig wachsenden Datenmengen helfen. Bisher erfolgt die Übermittlung der Daten von der Polizei an die Staatsanwaltschaft mittels transportabler Datenträger, also umständlich und zeitintensiv. Damit die Strafgerichte und Staatsanwaltschaften auch für den Umgang mit den enorm wachsenden Mengen an elektronischen Beweismitteln – etwa Videos von Überwachungskameras, Tonaufzeichnungen oder Beweisbildern – gerüstet sind, wird diese zentrale Cloud benötigt, in der all diese digitalen Beweismittel gespeichert werden.
An der Realisierung dieser Beweismittelcloud arbeiten das niedersächsische Innenministerium, das dortige Justizministerium und das Landeskriminalamt gemeinsam. Nach Angaben des Justizministeriums ist das Projekt auf mindestens zwei Jahre angelegt. Im ersten Jahr sollen erste wesentliche Erkenntnisse gesammelt werden, anschließend sollen die infrastrukturellen Aufgaben angegangen werden. Weitere Themen werden dann auch der Datenschutz und die Informationssicherheit sein.










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