Julia Schmidt spricht mit dem Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke und Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann über die Aussagekraft forensischer Spuren, die Grenzen naturwissenschaftlicher Beweise und die Rolle der Gerichte bei der Wahrheitsfindung.
Zum Einstieg geht es überraschend nicht um einen konkreten Kriminalfall. Stattdessen sprechen die drei über Tattoos, Datenschutz, staatliche Datensammlungen und die Frage, wie leicht sich persönliche Daten und biologische Spuren heute erfassen lassen. Aus diesen Themen entwickelt sich ein ebenso kenntnisreiches wie unterhaltsames Gespräch über Forensik, Überwachung und moderne Ermittlungsarbeit.
Ab Minute 19:19 rückt dann eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 14. Mai 2025 (Az. 6 StR 623/24) in den Mittelpunkt. An einer aufgebrochenen Geldkassette wird eine DNA-Spur gesichert, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 57 Trilliarden dem Angeklagten zugeordnet werden kann. Dennoch sprach das Landgericht ihn zunächst frei. Warum? Und weshalb hob der BGH diese Entscheidung später auf?
Gemeinsam diskutieren Julia Schmidt, Dr. Mark Benecke und Prof. Dr. Volker Römermann u. a., wie belastbar DNA-Spuren tatsächlich sind, wann eine Sekundärübertragung in Betracht kommt, ob sich DNA-Spuren manipulieren lassen und warum vor Gericht nicht allein naturwissenschaftliche Wahrscheinlichkeiten entscheiden.
Über den Podcast
Es gibt schon schräge Fälle, die nachhaltig Emotionen auslösen – manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann, CSP, kommentiert und ordnet diese Fälle und deren Urteile ein.
Was bedeuten diese Urteile mit Nachhall für die Anwaltspraxis? Und haben diese Auswirkungen auf ein viel größeres Themenfeld? Hören Sie rein, wenn Julia Schmidt vom Deutschen Anwaltverlag nachfragt und Prof. Dr. Volker Römermanns Echo auf Urteile mit Nachhall folgt.




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