Beiträge von: Julia Torner

Julia Torner ist freie Texterin und schreibt schwerpunktmäßig längere Sachtexte für Kanzleien und Legaltech-Unternehmen. Wenn sie nicht gerade nach einer passenden Formulierung sucht, reist sie gern oder trinkt eine gute Tasse Kaffee in Berlin oder Hamburg.

Der Corona-Effekt – die forcierte Entschleunigung

Früher tickten die Uhren noch anders. Da sprach man einer Person, die man telefonisch nicht erreichte, auf den Anrufbeantworter. Das ließ ihr einen recht großzügigen Spielraum für die Beantwortung der Nachricht. Doch ab Ende der 90er Jahre wurde unsere Kommunikation von Jahr zu Jahr schneller, denn es kamen E-Mails, SMS und Social Media dazu und mittlerweile werden Textmessages geradezu inflationär oft verschickt. Eine wahre Nachrichtenflut! Das hat auch unser Inneres verändert.

Ernährung, Ruhe, Freude – Der Wellness-Artikel für Juristen

Gesunde Ernährung und Ruhe für Juristen - wieso das? Ganz einfach: Wer 50+ Stunden pro Woche arbeitet, nebenbei womöglich noch ein Haus baut, kleine Kinder oder pflegebedürftige Eltern hat, kann nicht permanent hochtourig Leistung bringen, ohne sich zwischendurch mal auszuklinken und neue Energie zu tanken. Damit Körper und Geist jahrelang fit und rege bleiben, sind einige Grundprinzipien zu beherzigen.

Die drei wichtigsten Eigenschaften eines guten Zuhörers

Ein schlauer Mensch formulierte einmal, der Mensch habe nur einen Mund, aber zwei Ohren, damit er doppelt so viel zuhört, wie er spricht. Darin steckt viel Wahres, denn in unserer schnelllebigen Zeit hören die Wenigsten wirklich zu, sondern sie warten nur ungeduldig darauf, wieder selbst sprechen zu dürfen. Gutes, echtes Zuhören bedeutet, sich Zeit zu nehmen und ganz auf das Gegenüber einzulassen.

Über Soft Skills von Rechtsanwälten

In einer Zeit, in der die Digitalisierung voranschreitet, Legaltech zunehmend Prozesse optimiert und Künstliche Intelligenz in aller Munde ist, bekommt der Faktor Mensch eine neue Bedeutung. Neben juristischem Fachwissen auch über die richtigen Soft Skills zu verfügen, erweist sich in der sich rasch entwickelnden, modernen Arbeitswelt zunehmend als Vorteil. Doch wo hört das Fachwissen auf und fangen die Soft Skills an?

Coworking, Kanzlei, Homeoffice – Die neue Flexibilität

Kurfürstendamm, Friedrichstraße, Jungfernstieg - viele Kanzleien besitzen großzügige Büros an renommierten Adressen, lichtdurchflutet, elegant - und kostspielig. Doch ist es zukünftig noch sinnvoll, so viel Fläche vorzuhalten, nachdem Corona die Mitarbeiter ins Homeoffice beförderte und der Trend, von zuhause zu arbeiten, anhält?

Zehn Tipps für mein jüngeres Selbst, die man nicht an der Uni lernt

"Ach, hätte ich doch damals...." Sie kennen das: Rückblickend ist man immer schlauer. Wer nicht das Glück hat, von weisen Eltern oder anderen Vorbildern frühzeitig mit wertvollen Karriere- und Lebenstipps versorgt zu werden, muss alle Erfahrungen selbst machen. Und so gibt es Entscheidungen und Sichtweisen, die man - retrospektiv betrachtet - bereut. Was man hätte besser machen können, realisiert man oft erst, wenn man älter, erfahrener und reflektierter ist.

Über Geld und Glück

Geld macht nicht glücklich, heißt es. Das ist in dieser Pauschalität fragwürdig, denn Vieles, was man mit Geld kaufen oder erleben kann, kann durchaus für Glücksmomente sorgen. Ähnlich verhält es sich mit dem Spruch, dass man manche Dinge mit Geld nicht kaufen kann. Dabei hilft Geld durchaus, so manch einen gewünschten Zielzustand zu realisieren. Sobald man sich beispielsweise ein angenehmes Wohnumfeld, Bio-Produkte und gute Ärzte leisten kann, erkauft man sich damit - mittelbar - ein Stück weit auch Gesundheit.

Geld dient also als Mittel zum glücklichmachenden Zweck. Doch gilt das für jeden und universell?

Sympathie als Faktor bei der Anwaltswahl

Wie wichtig ist es für Sie als selbstständiger Anwalt, neben Ihrer fachlichen Expertise, auch persönlich ein Sympathieträger zu sein? Ich behaupte nicht, dass Sie "everybody's darling" werden sollen. Als Selbstständiger besteht für Sie aber die Notwendigkeit, regelmäßig neue Mandanten zu gewinnen. Und wie heißt es so schön im Marketing-Sprech: Menschen kaufen bei Menschen.

Rhetorische Tricks brillanter Redner

Die Sprache ist das Werkzeug des Juristen. Für Anwältinnen und Anwälte gibt es viele Situationen, in denen rhetorische Fähigkeiten gefragt sind. Ob im Umgang mit Mandanten, Mitarbeitern oder Vorgesetzten, bei Präsentationen, Verhandlungen, vor Gericht oder auf Konferenzen - neben der juristisch einwandfreien Argumentation zählen auch kommunikatives Geschick und die Fähigkeit, sich dem jeweiligen Gegenüber anzupassen. Der empathische Rhetoriker bezieht den individuellen Wissenshorizont und die Stimmung des Empfängers sowie das gesamte setting- den Rahmen der Kommunikationssituation - mit ein. Dem jungen Praktikanten wird man die Lösung einer komplexen Rechtsfrage anders vermitteln als einer erfahrenen Richterin.

Das Peter-Prinzip: Aufstieg zur Unfähigkeit

Das Peter-Prinzip bezeichnet ein Geschehen, das in vielen Unternehmen und im öffentlichen Dienst zu beobachten ist. Die von seinem Namenspatron, Laurence J. Peter, in diesem Zusammenhang aufgestellte Theorie lautet sinngemäß:

Die höchste individuell erreichbare Sprosse der Karriereleiter eines Angestellten markiert zugleich das Maß der maximalen Unfähigkeit innerhalb der jeweiligen Hierarchie.

Anders ausgedrückt: Ein erfolgreicher Mitarbeiter wird nur so lange regelmäßig befördert, bis er den Anforderungen einer neuen Position nicht mehr gewachsen ist. Dort verharrt er dann. Ein unschöner Gedanke. Irgendwann sind dann theoretisch alle Stellen mit unfähigen Mitarbeitern besetzt. Sie fragen sich: Wer leistet dann überhaupt noch die Arbeit? Eben jene, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.

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