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C. beA – Update 3.26 (Mai/Juni) und 3.27 (Ende Juni)

Ilona Cosack
Fachbuchautorin und Inhaberin der ABC AnwaltsBeratung Cosack, Fachberatung für Rechtsanwälte und Notare

I.

beA-Update Version 3.26 – Anbindung des MJP

Mit dem beA-Update auf die Version 3.26 wurde die Möglichkeit geschaffen, das sogenannte „Mein Justizpostfach“ (MJP) an das beA anzubinden. Das MJP bietet mit Hilfe des elektronischen Personalausweises für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit Anwälten gesichert über das beA zu kommunizieren.

Dazu benötigt man als Bürger ein Nutzerkonto bei der BundID: https://id.bund.de/de

Danach kann man ein MJP einrichten: https://ebo.bund.de/#/ und bekommt eine eigene Nutzer-ID, mit der Mandanten im beA aufgefunden werden können.

Mandanten können mit einem neueren Smartphone (anstelle des Kartenlesegeräts) und der sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem PC installierten Ausweis-App Nachrichten aus dem MJP abrufen und selbst Nachrichten an Anwälte über das MJP an das beA oder das beN senden.

Um Nachrichten zu entschlüsseln, benötigt man eine Schlüsseldatei mit der Endung .p12 sowie eine 6-stellige PIN.

Das MJP befindet sich noch in der Pilotphase. Daher wird der Bürger leider noch nicht informiert, sobald eine Nachricht im MJP eingeht. Nutzer eines MJP sollten also regelmäßig überprüfen, ob Eingänge im MJP vorliegen. Auch das Antworten auf eine eingegangene Nachricht ist noch nicht möglich. Wie beim beA muss der Bürger ein Dokument hochladen und dieses dann über das MJP versenden.

■Fazit:

Es bedarf m.E. sehr technikaffiner Mandanten, um eine Korrespondenz über das MJP und das beA zu realisieren. Anwaltsnotare sind in ihrer Eigenschaft als Anwalt mit der Rolle „Unbekannte Rolle“ (BEA:RECHTSANWALT) versehen, während sie in ihrer Eigenschaft als Notar in der Rolle „Notar (EGVP:EGVP_BEN) geführt werden.

Die Autorin dieses Artikels kann sowohl über das eBO (elektronische Bürger- und Organisationenpostfach) als auch über das MJP (bitte auf die EGVP-Rolle „ozg_postfach“ achten), im Rahmen des Elektronischen Rechtsverkehrs erreicht werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Form der Kommunikation durchsetzt.

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II.

beA-Update Version 3.26.2 vom 16.5.2024

Nach dem Update ist vor dem Update, so wurden verschiedene bekannte Fehler mit der Version 3.26.2 behoben.

Auch in der beA-App wurden Fehler behoben, die Bereitstellung der neuen Version erfolgt über den PlayStore (Android) oder den AppStore (iOS).

III.

beA-Update Version 3.26.3 vom 6.6.2024

In der beA-Webanwendung wurden betriebliche Fehlerbehebungen durchgeführt.

IV.

beA-Update Version 3.27 (voraussichtliche Inbetriebnahme am 25.6.2024)

In der beA-Version 3.27 werden keine funktionalen Änderungen in der beA-Webanwendung erfolgen. In der beA-App wird mit der App-Version 2.0.44 die Ordnerstruktur analog zur beA-Webanwendung angezeigt. Damit sind dann auch ggf. vorhandene Unterordner in der App sichtbar. Und es wird ein Zugriff auf die Ordner von weiteren Postfächern möglich sein, sofern dafür Berechtigungen erteilt wurden.

Es wird zeitgleich ein Update auf die Version 3.27.2 geben. Hier werden verschiedene Fehler behoben. In der beA-App werden ebenfalls Fehler behoben, u.a. der als „Unklarer eEB-Status in der mobilen beA-App“ auf der Website des beA Supports aufgeführte Fehler. Mit der neuen App-Version wird der eEB-Status dann korrekt aufgeführt.

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