2. Aufl. 2025, zerb Verlag, 658 S., 89 €
Der Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Christopher Riedel legt nun in 2. Aufl. das Werk „Immobilien in der Erbrechtspraxis“ vor.
Es bietet auf ca. 630 Seiten einen umfänglichen Überblick über diese bedeutende Vermögensart als Nachlassbestandteil oder Gegenstände vorweggenommener Erbfolge sowie im Rahmen entsprechender planerischer Überlegungen. Der Herausgeber und seine Mitautoren widmen sich dabei der rechtlichen bzw. steuerrechtlichen Seite. Trotz der zum Teil sehr vertieften Betrachtung herrscht eine klare Praxisorientierung für die tägliche beratende und/oder forensische Tätigkeit vor.
Auch bietet das Buch einen sehr guten Überblick über die im Rahmen der täglichen erbrechtlichen Beratungs- und Gestaltungspraxis maßgeblichen rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten der Vermögensart Immobilie und erläutert einige wesentliche Lösungsinstrumente für typische Situationen.
Obwohl der Herausgeber bereits in der 1. Aufl. im Jahr 2018 betont, dass das vorliegende Werk – allein schon im Hinblick auf seinen begrenzten Umfang – keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, stellt dieses bereits in der 1., aber besonders auch jetzt in der 2. Aufl., einen hervorragenden Überblick über die einzelnen Themen dar. Grundstücke und Grundbuch sowie Nießbrauch und Wohnungsrecht und die steuerliche Bewertung von Grundvermögen nach dem Bewertungsgesetz werden anschaulich behandelt. Der Verkehrswertermittlung nach § 194 BauGB werden fast 80 Seiten gewidmet. Zur Besteuerung von Erträgen aus Immobilien im Privatvermögen sowie ertragsteuerrechtlichen Besonderheiten des Nießbrauchs an Immobilien und der Grunderwerbsteuer wird ausführlich Stellung genommen.
Erbschaft- und schenkungssteuerliche Besonderheiten bei Immobilienübertragungen sowie Immobilien in der vorweggenommenen Erbfolge arbeitet der Herausgeber selbst gewinnbringend und gut nachvollziehbar auf. Ebenfalls erarbeitet der Herausgeber in dem Kapitel „Immobilien als Gegenstand letztwilliger Verfügungen“ gut dargestellte Gestaltungsmöglichkeiten. Hierbei werden die üblichen erbrechtlichen Instrumentarien gut verständlich und umsetzbar erläutert.
In § 13 wird in dem umfassenden Kapitel zum „Familienpool als Instrument zur strukturierten Nachfolgegestaltung“ eine weitere Möglichkeit zur Sicherung des Familienvermögens aufgezeigt. Immobilien im Pflichtteilsrecht und Immobilien im Ausland runden das Gesamtwerk für jeden Berater gewinnbringend ab.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass jeder Berater, der auch kautelarjuristisch tätig ist, dieses Werk in seiner Bibliothek haben sollte, da in sehr vielen Nachlässen mindestens eine Immobilie enthalten ist. Die breite Darstellung der steuerrechtlichen Anknüpfungspunkte zu diesem Thema machen das vorliegende Werk darüber hinaus zu einem geschätzten Begleiter für die alltägliche und spezielle Beratung.
Rechtsanwalt Dr. Lutz Förster, Fachanwalt für Erbrecht, Brühl




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