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Laptops halten Einzug ins Staatsexamen

Die handschriftliche Anfertigung des ersten Staatsexamens könnte in Rheinland-Pfalz schon bald ein’Auslaufmodell sein: Ab dem kommenden Jahr bietet das Bundesland seinen Studierenden die Möglichkeit, Klausuren im ersten Examen wahlweise auch mit dem Laptop zu absolvieren. Dies kündigte das Landesjustizministerium kürzlich an.

Das Landesprüfungsamt habe die betroffenen Kandidatinnen und Kandidaten des Examenstermins im kommenden August 2023 angeschrieben und darüber informiert, dass sie zum ersten Mal wählen können, ob sie die Aufsichtsarbeiten elektronisch oder handschriftlich anfertigen möchten, hieß es aus Mainz. Die Studierenden hätten nun genug Zeit, um sich auf einem Demoportal mit der eingesetzten Software vertraut zu machen. So könnten sie für sich entscheiden, ob sie die Klausuren elektronisch oder handschriftlich schreiben wollen, erläuterte Staatssekretär Dr. Matthias Frey.

Das Verfahren der elektronischen Prüfung habe sich bereits im zweiten juristischen Examen bewährt hat, so Frey. Deshalb wolle man jetzt das Angebot ab 2023 auch auf die Klausuren in der Pflichtfachprüfung des ersten Examens ausdehnen. Rheinland-Pfalz sei damit nicht nur eines von drei Bundesländern, die Klausuren des zweiten juristischen Staatsexamens bereits elektronisch schreiben lassen, sondern auch das erste Bundesland, das Laptops nun im ersten Examen zulasse. Damit werde ein weiterer Meilenstein in der Digitalisierung der juristischen Ausbildung erreicht.

Die Möglichkeit, die Klausuren mit einem Laptop zu schreiben, wird sowohl in Mainz als auch Trier angeboten. Eine Wechselmöglichkeit zwischen handschriftlicher und elektronischer Anfertigung im laufenden Prüfungsdurchgang besteht aber nicht.

[Quelle: Justizministerium Rheinland-Pfalz]

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