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Geschäftslage bei den freien Berufen

Die Freiberufler in Deutschland schätzen ihre aktuelle und die künftige Geschäftslage besser ein als noch vor einem Jahr. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage für den Winter 2021 des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) hervor. 50,3 % der befragten Freiberufler schätzen ihre aktuelle Geschäftslage danach als gut ein, 36,3 % als befriedigend und 13,4 % als schlecht. Verglichen mit den Vorjahreswerten hat sich die Stimmung damit etwas aufgehellt: Im Winter 2020 beurteilten nur 42,7 % der Befragten ihre Lage als gut, 37 % als befriedigend und 20,3 % als schlecht.

Was den Blick in die Zukunft betrifft, erwarten 16,2 % der Befragten eine günstigere Entwicklung in den kommenden sechs Monaten, 67,9 % einen gleichbleibenden und 15,9 % einen ungünstigeren Verlauf. Damit haben sich auch hier die Werte gegenüber dem Vorwinter verbessert: Seinerzeit rechneten nur 11,9 % mit einer günstigeren, 58,5 % mit einer gleichbleibenden und 29,6 % mit einer ungünstigeren Entwicklung.

Dabei gehören die Rechtsanwälte offenbar zu den optimistischeren unter den Freiberuflern. Unter allen vier Freiberufler-Gruppen – den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen, den rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen, den freien Heilberufen und den freien Kulturberufen – waren die Freiberufler im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich am zufriedensten, gefolgt von den rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberuflern. Zurückhaltender bewerteten die Angehörigen aus dem Heil- und dem Kulturbereich ihre Lage.

Im Befragungszeitraum war allerdings – worauf der BFB hinweist – die sich erneut verschärfende Situation aufgrund der aktuell wieder kritischeren Pandemielage noch nicht zu spüren. Insofern sei, so die Schlussfolgerung, auch der zuversichtlichere Blick auf das kommende Halbjahr mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich ziehe das Geschäftsklima aber wieder an. „Mittlerweile dürften sich viele mit der krisenhaften Situation arrangiert haben“, kommentierte BFB-Präsident Friedemann Schmidt die Ergebnisse der Umfrage.

[Quelle: BFB]

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