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DEN EIGENEN SPRACHSTIL FÜR IHRE VORLAGEN FINDEN – FÜR MANDANTENSCHREIBEN, DIE IHRE MARKE UNTERSTREICHEN

Für welche Eigenschaften sind Sie bei Ihren Mandantinnen und Mandanten bekannt? Für welche wären Sie vielleicht auch gern bekannter? Sind Sie besonders kreativ, verbindlich, humorvoll, freundlich? Kennen Sie sich besonders gut in der Branche aus, die Sie beraten? Werden Sie dafür geschätzt, dass Sie stets auf Augenhöhe kommunizieren, eine richtige Koryphäe sind in Ihrem Gebiet oder jemand, der auch die kompliziertesten Sachverhalte verständlich erklären kann? All diese Dinge sind solche, die Sie auch in der schriftlichen Kommunikation mit Ihrer Mandantschaft zum Ausdruck bringen können. So stärken Sie Ihre Marke schon, wenn Sie ein Schreiben zur Kenntnisnahme übersenden oder auf Fristabläufe hinweisen.

Sie schreiben schließlich nur ein bisschen für den BGH, der Sie möglichst nicht wegen irgendeines falschen oder fehlenden Halbsatzes in die Haftung nehmen soll. Sie schreiben in erster Linie für Ihre Mandantinnen und Mandanten. Und dann sind genau die es auch, die den Text verstehen und Sie darin erkennen sollen. Erstellen Sie deshalb doch ruhig einmal Ihre eigenen Vorlagen für immer wiederkehrende Schreiben und nutzen Sie den stärkenden Effekt.


WIE SIE IHREN EIGENEN STIL FÜR MANDANTENSCHREIBEN FINDEN


Sprechen Sie in Ihrer eigenen Sprache

Sprechen Sie den Text erst einmal, bevor Sie ihn schreiben. Und damit ist nicht ein Sprechen in Ihr Diktiergerät gemeint, bei dem Sie mit Komma, Punkt und Absatz diktieren und vermutlich ganz automatisch in eine oftmals verkopfte und umständliche Schriftsprache wechseln. Sprechen Sie den Text stattdessen wie eine Sprachnachricht in Ihr Handy und stellen sich dabei Ihre Cousine vor, den Nachbarn oder die Vereinskollegen. Noch besser: Ihre Lieblingsmandantin oder den Lieblingsmandanten und eine entspannte Atmosphäre. Wie klingen Sie, wenn Sie sich mit ihnen unterhalten? Und dann schauen Sie sich den abgetippten oder sprachumgewandelten Text einmal an.


Finden Sie die richtige Portion Fachbegriffe

An wen schreiben Sie? Sind Ihre MandatInnen Privatpersonen oder UnternehmerInnen? In welcher Branche sind Sie unterwegs? Es kann genau richtig sein, bestehende Fachbegriffe auch zu verwenden, um die eigene Expertise zu zeigen. Prüfen Sie aber möglichst genau, ob es nicht ausreicht, dies in den gerichtlichen Schriftsätzen zu tun. EmpfängerInnen von Mails oder Briefen sind meistens dankbar für eine lesbare und verständliche Version. Die Schreiben an die MandantInnen verfassen Sie am besten so, dass diese sie auch lesen mögen. Denken Sie an den trockenen und langweiligen Ruf, den die Juristensprache hat. Ersetzen Sie komplizierte Fachsprache durch auch für Laien verständliche Worte oder ergänzen Sie zumindest um eine verständliche Erklärung.


Nutzen Sie die Geistesblitze beim Sackenlassen

Lassen Sie Ihre Textbausteine etwas liegen, schlafen Sie drüber und schauen Sie sie dann nochmals an. Denn die Texte werden in dieser Zeit zumindest unterbewusst mitlaufen. Vielleicht haben Sie auch Ideen dazu, gerade dann, wenn Sie nicht damit rechnen. So viele Einfälle haben wir unter der Dusche oder im Auto. In jedem Fall werden Sie beim nächsten Blick auf Ihre Texte mit einem frischen und klaren Blick schauen.


Vorlesen

Lesen Sie sich selbst Ihren Text laut vor. Sie werden ganz anders klingen als beim stillen Lesen. Und Sie merken, welche Formulierungen ausgesprochen etwas sperrig und gestelzt klingen. Die können Sie verbessern.


Zuhören

Wenn Sie hinsichtlich der ein oder anderen Formulierung noch nicht sicher sind, hören Sie zu. Sich selbst im Gespräch mit der Mandantschaft. Und Ihren Gesprächspartnern, die Sie verstehen sollen. Welche Worte benutzen sie? Bei welchen Erklärungen von Ihnen ist gleich alles klar, in welchen Fällen erhalten Sie viele Nachfragen? Nutzen Sie das für Anpassungen Ihrer Vorlagen.

Wenn Ihre geschriebene Sprache der gesprochenen sehr ähnlich ist, ihr vielleicht sogar ganz gleicht, sind Sie umso authentischer auch im Schriftwechsel. Weil dann nicht mehr alles gleich klingt, stärken Sie damit gleichzeitig auch Ihre Marke. Und tragen außerdem dazu bei, unsere oftmals als trocken und langweilig und außerdem für eine absichtsvoll verkomplizierte Sprache verschriene Zunft bunter und nahbarer zu machen.




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