Beiträge von: Christiane Eymers

Christiane Eymers schreibt hier über alles, was das Anwaltsleben leichter macht. Als Fachanwältin für Arbeitsrecht und Familienrecht, Mediatorin und Business Coach tritt sie mit ihrem Projekt Inspired Law für mehr Diversität und gegenseitige Wertschätzung in der Juristerei ein und bietet Kolleginnen und Kollegen sowohl im 1:1 als auch in Gruppen Raum für ihre persönliche Weiterentwicklung.

Das Vier Farben Modell – damit Sie nicht am Mandanten vorbeiarbeiten
„Ich bin blau mit einer Prise gelb“ schrieb mir ein Mensch neulich abschließend nach der Schilderung seines Problems am Arbeitsplatz, für das er eine rechtliche Empfehlung haben wollte. Angespielt hat er damit offenbar auf das Vier Farben Modell der Persönlichkeitstypen. Er hat mich zum Schmunzeln gebracht, denn natürlich ist es auch für eine juristische Beratung oft ausschlaggebend, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben. Schnell kann die Strategie sonst an dem eigentlichen Ziel der Person vorbeigehen, für die wir da tätig werden. Während meiner Arbeit als Trainerin für Kommunikations-Workshops kommt es oft vor, dass Teilnehmende bestimmte Persönlichkeitstypen ansprechen. In vielen Unternehmen werden dazu Schulungen für die Beschäftigten angeboten und so haben viele ein Bild dazu, welcher Typ sie selbst sind oder wo ihre Kolleginnen oder Kunden eingeordnet werden könnten. Dass jemand in die anwaltliche Beratung mit so einer Information geht, war für mich neu. Es kann aber ganz schön nützlich sein. Kennen Sie das Modell?
Job Crafting – Wie Sie sich die eigene Tätigkeit immer wieder passend zurechtbasteln können
Es klingt fast ein wenig spielerisch, ist aber ein Begriff aus der Wirtschafts- und Arbeitspsychologie und bringt handfeste Vorteile mit sich für die eigene Zufriedenheit und Motivation: Job Crafting. Gemeint ist das aktive Gestalten der eigenen Arbeitssituation, das Anpassen der Tätigkeit an die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Das kann Angestellten wie auch Selbständigen helfen, wieder mehr Spaß an der Arbeit zu finden. Wieder mehr im Einklang zu arbeiten mit den individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Fähigkeiten.
Empathie: Eine magische Fähigkeit oder einfach nur unprofessionell?
Kennen Sie „Mary Poppins‘ Rückkehr“? Das ist ein Film mit einer Fortsetzung der berühmten Geschichte über ein Kindermädchen mit magischen Fähigkeiten. Sie kann schweben, Gegenstände verändern und in Nullkommanix an einen anderen Ort irgendwo auf der Welt gelangen. Der Film lief vor ein paar Jahren im Kino und es kommen darin auch Anwälte vor - und zwar mit den üblichen und hier zum Thema passenden Schubladen. Der eine Film-Anwalt ist komplett herzlos und klebt außerdem die ganze Zeit stumpf an seinen Unterlagen. Der andere ist zwar recht freundlich, kann sich aber leider überhaupt nicht durchsetzen und regelt am Ende die ganze Sache durch eine Art Parteiverrat. Es ist ein Bild unserer Zunft, das häufig vorkommt und das viele auch immer wieder in den eigenen Gedanken finden: Entweder professionell, arrogant und erfolgreich oder empathisch, freundlich und erfolglos. Und wenn es sich so hartnäckig hält – ist da etwas dran?
In Sachen Glaubwürdigkeit: Der illusory truth effect
Manchmal lässt die Gegenseite einfach wieder und wieder etwas vortragen, das nach Ansicht der eigenen Mandantschaft oder auch nach unserer eigenen Bewertung der Sachlage schlichtweg falsch ist. Das kann unheimlich nervenaufreibend werden und nicht selten liegt der Verdacht nahe, dass jemand dem illusory truth effect aufgesessen ist oder gar auf dessen Wirkung setzt, um die Sache für sich zu entscheiden.  
Was Sie von sich selbst lernen können
Sie laufen Marathon, hassen aber jahrelange Gerichtsverfahren? Stricken in aller Ruhe einen Pulli nach dem anderen, werden aber nervös, sobald Sie Ihr Büro betreten? Im Coaching wird nach Ressourcen gesucht, nach Bewältigungsstrategien, die funktionieren. Die finden wir oft bei uns selbst, manchmal in einem anderen Bereich des Lebens. Das können Sie auch in einer Art Selbstcoaching für sich nutzen und einmal schauen: Was in Ihrem Leben klappt richtig gut? Wobei fühlen Sie sich besonders wohl? Oft lässt sich so etwas von einem Lebensbereich auf den anderen übertragen und wir können beim Sport oder Hobby erworbene Fähigkeiten und Erkenntnisse auch beruflich nutzen.
Zwischenbilanz in Sachen Spaß
Völlig unabhängig von individuellen Zielen und Vorhaben scheinen viele Kolleginnen und Kollegen in den letzten Wochen besonders einen Aspekt zu vermissen und den möchte ich mit Ihnen anschauen, als Teilaspekt einer Bestandsaufnahme sozusagen. Denn von mehreren Seiten wurde ich gefragt: Wo ist eigentlich der Spaß geblieben? Jetzt ist der Spaß sicherlich etwas, das wir oder die Welt um uns herum nicht unbedingt mit unserem Berufsstand verbinden.
Friedenspfeife oder Mordgelüste – gar nicht so leicht erkennbar
„Ich möchte keinen Streit. Ich möchte einfach nur das, was mir zusteht – und dann friedlich auseinandergehen.“ Diese oder ähnliche Worte haben Sie bestimmt auch schonmal gehört, oder? Beispielweise, wenn Sie im Familienrecht tätig sind und jemand in einer Trennungssituation zu Ihnen kommt – oder etwas abgewandelt, wenn Sie in irgendeinem anderen Rechtsgebiet unterwegs sind.
Die 10 besten Tipps, wenn Sie allen Klischees gerecht werden möchten
Fühlen Sie sich manchmal wie ein Sonderling im Haifischbecken der Juristerei? Bekommen Sie es einfach nicht hin, allen gesellschaftlichen Erwartungen an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte gerecht zu werden, völlig in Arbeit unterzugehen, sich immer beschäftigt und möglichst schlecht gelaunt zu halten? Hier kommen 10 wertvolle Tipps, mit denen Sie sicher in Burn-on oder Burn-out landen, vielleicht auch beides.
© Adobe Stock, Vadim Pastuh
Kennt wahrscheinlich jeder: Dieses mulmige Gefühl, das sich manchmal vor wichtigen oder besonderen Terminen in uns breit macht oder vor solchen, bei denen wir keine aus unserer Sicht angenehmen Mitmenschen als weitere Beteiligte der Veranstaltung erwarten. Macht sich wahlweise direkt in der Magengrube breit, manchmal auch als eine Enge in der Brust, als leicht hektischer Atem oder als eine diffuse allgemeine Schwummrigkeit – und ist eher bis ziemlich unangenehm.
Ostern – ein notfristartiges Brainstorming
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei mir hat das Leben in den letzten Wochen rasant an Fahrt aufgenommen, fast kommt es mir vorpandemiehaft vor und gleichzeitig sehe ich auch bei vielen meiner Mitmenschen diesen Effekt: Sie absolvieren ein ähnliches Programm wie vor nun schon mehr als 3 Jahren, nur sind sie jetzt erschöpfter. Und sie sehnen sich nach dem Frühling, vielleicht noch ein bisschen mehr als sonst um diese Jahreszeit nach all dem Grau. Und inmitten dieser trubeligen Wochen hatte ich die ganze Zeit im Kopf, Ihnen hier einen Ostergruß zu schreiben! Einen aufmunternden am liebsten, einen der Sie zuversichtlich stimmt, egal an welcher Stelle Sie auch persönlich gerade stehen zwischen Fristen, Mandanten und kollegialen Grüßen.
1 / 6123456

Unser KI-Spezial

Erfahren Sie hier mehr über Künstliche Intelligenz – u.a. moderne Chatbots und KI-basierte…