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Organisierte Kriminalität wandelt sich

Das Erscheinungsbild der Organisierten Kriminalität (OK) verändert sich. Das ist das Fazit aus dem vor einigen Wochen von Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt vorgestellten „Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2025“. Die Veränderungen betreffen sowohl die Arbeitsteilung innerhalb der OK als auch die zunehmende Inszenierung von Taten in den sozialen Medien.

Aus dem aktuellen Bundeslagebild ergibt sich, dass im vergangenen Jahr 2025 bundesweit 683 OK-Ermittlungsverfahren geführt worden sind. Dabei wurden knapp 8.000 Tatverdächtige erfasst – der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre. Insgesamt stellten die Ermittler einen Wandel in Inszenierung und Arbeitsteilung bei der OK fest: Während Abschottung lange ein Kennzeichen der OK war, inszenieren nunmehr insb. jüngere kriminelle Akteure – die sog. Gen-Z-Mafia – Macht, Status und Gewalt in den sozialen Medien. Auch werden kriminelle Leistungen i.S.v. „Crime-as-a-Service“ zunehmend gezielt angeboten und vermittelt. Das Spektrum reicht von Logistik und Waffen über Geldwäsche bis zur Rekrutierung von oftmals jugendlichen Tatverdächtigen für Gewalttaten.

Die Anwendung von Gewalt, sowohl bei der Tatbegehung als auch zum Erhalt der inneren und äußeren Ordnung der OK-Gruppierungen, nimmt weiter zu und betrifft verstärkt auch den öffentlichen Raum, stellt das BKA in seinem Bericht fest. Kennzeichnend seien u.a. Schutzgelderpressungen und eine niedrige Hemmschwelle beim Schusswaffengebrauch.

Mit rund 37 % Anteil bleibt die Rauschgiftkriminalität weiterhin das Hauptbetätigungsfeld der OK in Deutschland, so der Bericht weiter. Das zeige sich insb. bei Kokain und Crack: 2025 seien 39.414 Straftaten mit diesen Drogenarten festgestellt worden (2024: 38.671). Sichergestellt werden konnten von den Ermittlern rund 10 t Kokain. Dabei kommen die Drogen hauptsächlich mit legalen Warenströmen über die Seehäfen nach Europa; daneben setzen kriminelle Netzwerke immer öfter auch auf schnellere „Go-Fast-Boote“. Im Bereich Cannabis haben sich die Sicherstellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar verdreifacht. Auch wird Cannabis in Deutschland weiterhin illegal angebaut: So wurden 2025 insgesamt 567 Cannabis-Plantagen sichergestellt, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 55 % darstellt.

[Quellen: BMI/BKA]

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