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Was bedeutet Lebensqualität wirklich?

Wir starten den Artikel mit einer einfachen Frage: Was bedeutet Lebensqualität für Sie?

Denken Sie bitte einen Augenblick darüber nach.

Ist es das gemeinsame Abendessen mit der Familie oder ist es das Glas Wein am Abend nach einem vollen, anstrengenden und langen Arbeitstag?

Ist es, in der Abendsonne auf der Terrasse, den Abend ausklingen zu lassen oder ist es die Fahrt in Ihrem Auto der Premiumklasse?

Fakt ist, Lebensqualität ist für jeden etwas anderes und kann nicht direkt gemessen werden. Es ist etwas völlig Subjektives und es gibt einfach keine allgemeingültige Definition die einheitlich verwendet wird.


Materieller vs. immaterieller Wohlstand


In Wikipedia steht geschrieben, dass man unter Lebensqualität üblicherweise “den Grad des subjektiven Wohlbefindens einer Person oder Gruppe von Menschen versteht.”

Zwei wichtige Faktoren/ Komponenten sind darin enthalten: materieller Lebensstandard, aber auch Glück, Zufriedenheit, körperliche und psychische Gesundheit, Zugang zur Natur, … also immaterieller Wohlstand.

Der materielle Wohlstand ist für viele wie das Streben nach Glück. Wenn ich das habe, dann mache ich xyz. (Setzen Sie hier beliebig ein)

Aber irgendwann hat man sein großes Haus, den Porsche, ist oben auf der Karriereleiter angekommen und kann zufrieden mit dem Erreichten der letzten 2 Jahrzehnte sein.

Es geht dann zwar langsam auf die 50 zu, aber man fühlt sich spitze!

Gleichzeitig kommt aber auch so ein komisches Gefühl, eine innere Unzufriedenheit. Irgendwie will man doch noch mehr, sich (wieder) wohler fühlen und auch seinen Lebensabend in vollen Zügen genießen können.

Hinzu kommt, dass die letzten 20 Jahre nicht spurlos an einem vorüber gegangen sind.

Die Haare sind etwas dünner und grauer, hier und da spürt man das Knie, und die Bauchregion wird aktuell von einem gemütlichen Wohlstandsbäuchlein verdeckt bzw. hat sich zum so genannten “Stressfett” entwickelt.

Wie gerne denkt man an die jugendlichen Jahre zurück, wo man für einen Triathlon trainiert und ohne viel Regenerationszeit an Tempoläufen teilgenommen hat.

Sie sind vielleicht in einem Lebensabschnitt, in dem Sie sich denken:

Wozu soll ich mich abmühen und quälen? Im Alter nimmt man eben zu, das ist der Lauf der Dinge.


Aber ist das wirklich wahr? Ist das tatsächlich Ihre Meinung oder einfach nur eine bequeme Ausrede?


Stellen Sie sich mal vor: Ihnen fällt das Treppensteigen wieder leichter, die Kniegelenke schmerzen kaum noch und auch Ihre Haltung ist plötzlich wieder viel aufrechter: Sie fühlen sich ruckzuck nicht nur gesünder, sondern auch wieder jünger, agiler und fitter!

Sie bekommen automatisch wieder mehr Lust sich zu bewegen, sind konzentrierter, leistungsfähiger und weniger gestresst. Wer braucht dann noch die Schokolade am Abend auf der Couch oder das Feierabendbier „zum entspannen“ oder um sich für den stressigen Tag “zu belohnen”?

Aber wer denkt da schon gerne darüber nach?! Also schiebt man solche Gedanken und Vorstellungen lieber wieder weg und wendet sich den scheinbar angenehmeren, “leichteren” Dingen des Lebens zu.

So gehört es einfach zum Luxus dazu, dass man 4-5 mal die Woche Essen bestellt, am besten die gute Pasta vom Lieblingsitaliener und dazu 1-2 Gläser Wein vom guten Roten dürfen dann auf jeden Fall nicht fehlen.

Diese materiellen oder temporären Besitztümer sind für viele der Inbegriff für Glück, Zufriedenheit und damit auch Lebensqualität. Aber irgendwie wird man das Gefühl trotzdem nicht los, dass irgendwas fehlt.

Aber was? Meine Definition von Lebensqualität ist Folgende – vielleicht deckt sie sich ja auch mit Ihrer:

  1. Lebensqualität ist, wenn Sie sich im Spiegel ansehen und 100% zufrieden mit Ihrem Äußeren sind.
  2. Lebensqualität ist, wenn Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln mithalten können und nicht ins Schwitzen kommen oder direkt außer Puste sind.
  3. Lebensqualität ist, wenn Sie stabilisierende Muskeln am Rücken & Brust haben und Ihren Erfolg durch eine selbstbewusste Haltung ausstrahlen.
  4. Lebensqualität ist, wenn Sie sich einfach wohl in Ihrem Körper fühlen und das nicht nur ab und zu sondern den Großteil des Tages.

Das ist für mich „Wahre Lebensqualität“. Und nein, das heißt nicht, dass Sie auf Essensbestellungen & Wein verzichten müssen. Das heißt nur, dass Sie viel bewusster mit sich selbst und Ihrem Körper umgehen sollten.

Denn egal wie viel Geld Sie am Ende verdienen, Ihr Körper ist das wahre Kapital!

Aber wie soll das bitte neben 12h-Arbeitstagen, den vielen Kundenterminen und allem was sonst noch im Kalender steht, funktionieren? Der Tag hat schließlich nur 24h.


Diese vier Tipps, basierend auf meinen Erfahrungen, geben Ihnen auf diese Frage eine Antwort:


1.

Verbannen Sie die “Ganz oder gar nicht” Mentalität:

Oft kommt bei Unternehmern die „Ganz oder gar nicht“ Mentalität zum Vorschein und man lässt es lieber komplett sein, wenn man nach ein paar Tagen ins Stocken kommt und es mal nicht geschafft hat, sich gesund zu ernähren.

Ich muss Ihnen nichts erzählen, so eine Umstellung nimmt klar Zeit in Anspruch und geschieht nicht von heute auf morgen. Aber wenn Sie es richtig angehen, dann werden Sie nicht nur nachhaltige Ergebnisse erzielen sondern Sie werden auch mehr Gelassenheit haben. Es muss nicht jeder Tag “abgeliefert” werden, so funktioniert es einfach nicht.


2.

Räumen Sie im Kopf mit Vorurteilen zum Thema Sport & Ernährung auf:

Die Liste mit Vorurteilen ist lang…

  • Ich muss mich gesund ernähren, um in Form zu kommen.
  • Ich muss Sport machen, um abzunehmen.
  • Ich muss auf Alkohol verzichten, damit ich gesund bleibe.
  • Ich muss x um y zu haben.

… und könnte noch ewig so weiter fortgesetzt werden. Viele denken, dass Abnehmen und Fitness nur mit extrem viel Zeitaufwand und Verzicht möglich ist. Da liegen Sie falsch.

  1. Gesunde/ Ausgewogene Ernährung muss nicht Zeitaufwendig sein.
  2. Abnehmen funktioniert auch, wenn man sich nicht perfekt ernährt oder viel Sport macht.
  3. Man muss nicht ins Studio oder 4 x pro Woche joggen gehen, um sein Wunsch Aussehen zu erreichen.

Sie müssen hier Bilanz ziehen und hinderliche Gedanken verbannen. Ansonsten lässt es sich nicht so leicht ändern.


3.

Schnelle Ergebnisse sind möglich, aber es darf auch mal langsam gehen:

Ich muss schnelle Ergebnisse erzielen, sonst bleib ich nicht dran!” – Diesen Satz höre ich oft in Beratungsgesprächen. Ich habe oft den Eindruck, dass der Begriff “nachhaltige” Umstellung den Anschein erweckt, dass es ewig dauert, bis man die Ergebnisse erzielt.

Also, dass eine nachhaltige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten z. B. keine so schnellen Erfolge mit sich bringt, wie eine Crash-Diät oder Low-Carb Ernährungsweise.

Dabei schließt doch der Fokus auf eine nachhaltige Veränderung keine schnellen, kurzfristigen Ergebnisse aus!

Die meisten meiner Kunden, verlieren im Schnitt zwischen 1-2 kg pro Woche und das durchgängig und ohne Jojo-Effekt nach der Umstellung. Das heißt dieser Gewichtsverlust wird dann auch das restliche Leben lang gehalten. Es hängt nie allein an einer bestimmten Ernährungsmethode oder Diät, sondern an der Bereitschaft des Einzelnen seine Ess- und Bewegungsgewohnheiten dauerhaft zu ändern.

Deswegen setzen Sie “nachhaltig” bitte nicht gleich mit “langwierig”, sondern eher als den richtigen Weg, um Ihre Wunschfigur dauerhaft und bis ins hohe Alter genießen zu können.

Oder wollen Sie weiter, jede neue Diät-Trend probieren, schnell mal 3 – 5 kg abnehmen, dann stagnieren, um kurz danach frustriert aufzugeben und alles wieder schnell zuzunehmen?


4.

Verfallen Sie nicht in den Diät- oder Sportwahn:

Ich denke dieser Tipp ist recht klar. Jedoch merke ich immer wieder, wie sehr man sich doch zu versprochenen “schnellen” Ergebnissen verleiten lässt.

Wenn Sie das nächste mal etwas lesen, in denen Ihnen die schnellen Ergebnisse in kürzester Zeit versprochen werden (das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel), dann einfach liegen lassen, denn das ist das Beste, was Sie in dem Moment tun können.


Ich könnte die Liste noch lange weiterführen, aber ich glaube, Sie verstehen jetzt, was ich Ihnen verdeutlichen möchte: Lebensqualität ist mehr als nur materieller Besitz!

Es ist die Verbindung aus körperliche & psychische Gesundheit und das damit einhergehende Genießen können der wirklich schönen Dinge im Leben.

Für jeden von uns ist Lebensqualität ein und dasselbe. Nur wie sich die Lebensqualität zeigt, ist ganz unterschiedlich.


Wenn Sie einmal wissen, welche Dinge das für Sie sind, dann ist es ganz einfach es einzuhalten. Bei mir ist es nicht anders:

  • -Auch ich habe volle Tage und schaffe es nicht immer zum Sport.
  • Auch ich weiß, wie es ist, wenn man mal schnell was zwischendurch braucht, um seine “Energie” wieder aufzuladen oder im Stress eine Mahlzeit vergisst.
  • Auch ich weiß, wie es ist, unterm Tag nichts zu essen und am Abend dann über die Stränge zu schlagen und Heißhungerattacken zu bekommen.
  • Auch ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Sport einfach zeitlich nicht auch noch reinpasst oder man viel lieber nach der Arbeit den Abend mit seiner Familie|Partner/in zuhause verbringt.
  • Und ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn man in der Früh in den Spiegel schaut und einfach nicht zufrieden mit sich ist.


Egal mit welcher Herausforderungen Sie aktuell kämpfen, die Lösung dafür ist meist einfach und fängt im Kopf an – und nicht auf dem Teller oder beim Sport, wie es die meisten vermuten.

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