Es ist eine Situation, die jede Anwältin und jeder Anwalt im Bereich Restrukturierung, Finanzierung, Gesellschaftsrecht oder Transaktionen kennt: Man bekommt einen Riesenklumpatsch an Dokumenten herein – ungeordnet, disparat, teils widersprüchlich. Vielleicht handelt es sich um eine gescheiterte Finanzierung, bei der nun die Dokumente für die Fälligstellung und die Vollstreckung aufbereitet werden müssen. Vielleicht geht es um ein Unternehmen mit einer komplexen Finanzierungsstruktur: Wandeldarlehen, Bankfinanzierungen, Gesellschafterdarlehen, sonstige Einlagen, Stundungen, mehrere aufeinanderfolgende Cap Tables. Und immer stellt sich dieselbe Frage: Was ist eigentlich los? Und was muss jetzt geschehen? Die Beantwortung dieser beiden Fragen ist klassische, hochwertige anwaltliche Arbeit – aber ihr geht eine mühsame, mechanische Vorarbeit voraus: das Sichten, Ordnen und Erfassen der Dokumentenlage. Welche Dokumente haben wir überhaupt? Welche fehlen? Sind die vorhandenen Dokumente von allen Beteiligten unterschrieben? Wurden sie wirksam zugestellt? Gibt es Diskrepanzen, Widersprüche, Copy-Paste-Fehler aus einer schlampig geführten Dokumentation? Genau diese Vorarbeit kann ein KI-System heute erheblich beschleunigen – und zwar nicht nur als Dokumentenübersicht, sondern als echtes Navigationsinstrument mit Schritt- und Workflow-Plan.