Sarah Kind ist Rechtsanwältin, Coach und Organisationsentwicklerin. Als Gründerin von kindlegalminds unterstützt sie Jurist:innen im 1:1-Coaching in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Bei ROBE & RESONANZ Consulting begleitet sie gemeinsam mit Dr. Franziska Haberl Organisationen dabei, Führung neu zu denken und Arbeitskulturen zu gestalten, die Leistung und Menschlichkeit verbinden. Sie ist Co-Host des Podcasts ROBE & REVOLTE und Co-Dozentin in der Ausbildung „Systemisches Coaching & Change Management“ am INeKO Institut an der Universität zu Köln.
14.04.2026
„Die wollen alle nur noch Teilzeit.“
„Um 18 Uhr sind die einfach weg.“
„Und nach sechs Monaten fragen sie nach einem Sabbatical.“
Solche Sätze fallen derzeit häufig, wenn wir in Leadership-Workshops in Kanzleien fragen, wie es um die Zusammenarbeit mit den jungen Kolleg:innen bestellt ist. Wenn über Nachwuchs gesprochen wird, fällt schnell der Begriff Generation Z oder kurz: GenZ. Die derzeit jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt gilt vielen als anspruchsvoll, wenig belastbar und stark auf Work-Life-Balance bedacht.
Anwält:innen, Rechtsanwaltsfachangestellte, Mitarbeitende im Sekretariat oder Referendar:innen gehören zunehmend dieser Generation an. Und sie bringen eigene Erwartungen an Arbeit, Führung und Zusammenarbeit mit.
Doch bevor wir vorschnell Urteile fällen, lohnt sich ein genauerer Blick. Denn wenn es um Generationen geht, bewegen wir uns schnell in einem Feld zwischen soziologischen Beobachtungen und hartnäckigen Mythen.
