Beiträge von: Christiane Jakobus

Ass. iur. Christiane Jakobus ist spezialisierte Personalberaterin und Headhunterin für den Rechtsmarkt mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Vermittlung von Jurist:innen. Mit ihrem Unternehmen furthermatch unterstützt sie Kanzleien und Rechtsabteilungen im Legal Recruiting und bei der nachhaltigen und passgenauen Besetzung juristischer Positionen durch aktive Ansprache von Talenten, strategische Beratung und klare Perspektiven für beide Seiten. Mehr Infos unter www.furthermatch.com

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In einer mittelständischen Wirtschaftskanzlei sitzt der Partnerkreis nach der dritten Gesprächsrunde zusammen. Die fachliche Eignung des Kandidaten steht außer Frage. Nach mehreren Gesprächen, positiven Eindrücken und guten Referenzen fällt dennoch der Satz: „Fachlich stark. Aber passt er wirklich zu dem, was wir jetzt brauchen?“ Die Position bleibt offen. Nicht, weil es keine Bewerbung gibt. Sondern weil am Ende keine Einigkeit darüber herrscht, worauf es in dieser Rolle wirklich ankommt.
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Gerade dann, wenn Prozesse haken oder die Resonanz ausbleibt, stelle ich diese Frage gerne. „Würden Sie sich denn bei sich selbst bewerben?“ Die Reaktionen darauf sind vielfältig: Zögern, Schulterzucken, ein offenes „Wahrscheinlich nicht auf diese Anzeige“ oder ein nachdenkliches „Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht“. Was auf den ersten Blick amüsant wirken mag, bringt ein zentrales Dilemma im juristischen Recruiting auf den Punkt: Viele Kanzleien und Rechtsabteilungen investieren viel Zeit, Mühe und Geld in Karriereseiten, Stellenanzeigen, Messen und weitere Maßnahmen zur Kandidatengewinnung. Aber sie erreichen nicht die Bewerberinnen und Bewerber, die sie wirklich suchen.

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