„Musiker aus einem Vertrag heraus zu verhandeln, ist sehr schwierig“

„Musiker aus einem Vertrag heraus zu verhandeln, ist sehr schwierig“

Rechtsanwalt Philipp Beck ist seit 2006 als Rechtsanwalt zugelassen und betreibt eine Kanzlei in Flensburg. Er berät sowohl Unternehmer als auch Privatpersonen. Zu seinen Mandanten aus der Kreativbranche zählen vor allem Musiker. Seine juristische Unterstützung besteht vor allem darin, Verträge mit Musiklabels zu prüfen und bezüglich Verwertungsrechte zu beraten. Ein Gespräch über den noch jungen Typus des selbstvermarktenden Musikers, wieso man beim Wort Künstleraufbau weit im Buch der Musikgeschichte zurückblättern muss und warum das neue Urheberrecht ein paar Fragen offenlässt.

„In jeder Software zeigt sich auch die Weltsicht der Programmierer“

„In jeder Software zeigt sich auch die Weltsicht der Programmierer“

Der Alltag verdichtet sich immer mehr als digitaler Tummelplatz und wirft fortlaufend neue Rechtsfragen auf. Dies spiegelt sich auch in der Digitalisierung im Gesundheitswesen und birgt mehr Probleme als den viel zitierten „gläsernen Patienten“. Zeit für ein Telefonat mit Rechtsanwalt Hans-Hermann Dirksen von Liebenstein Law in Frankfurt, der sich hierzu in einem großen Netzwerk austauscht. Ein Gespräch über Apps, Pflege-Roboter und warum er Bewerber nach Instagram fragt.

„Anwälte müssen Fristen auch selten bearbeiteter Rechtsgebiete kennen“

„Anwälte müssen Fristen auch selten bearbeiteter Rechtsgebiete kennen“

Häufig stützen Anwälte einen Antrag auf Wiedereinsetzung darauf, dass die Rechtsmittelbelehrung des Gerichts falsch war. Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 24.01.2018 (Az. XII ZB 534/17) betont, dass die Belehrung dann jedoch „offenkundig falsch“ gewesen sein muss. Aber wann ist sie das? Vor allem in Familienrechtsmandaten stoßen fachfremde Anwälte schnell auf „ungewöhnliche“ Regelungen. Ein Anruf in Berlin bei Rechtsanwältin Eva Becker, die sich damit auskennt und weiß: Gerichtliche Belehrungen brauchen ein wachsames Auge.

„Als ich anfing, steckte das Recht der erneuerbaren Energien noch in den Kinderschuhen“

„Als ich anfing, steckte das Recht der erneuerbaren Energien noch in den Kinderschuhen“

Dr. Oliver Frank ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Er arbeitet in der Kanzlei Engemann & Partner Rechtsanwälte mbB im Bereich des Rechts der erneuerbaren Energien und berät Unternehmen und Privatpersonen, die Windkraftanlagen errichten und betreiben wollen. Ein Gespräch über erneuerbare Energien, Vogelbrutzeiten und warum es schon mal acht Jahre dauern kann, bis die Rotorblätter Fahrt aufnehmen.

„Wat hett de Richter seggt?“

„Wat hett de Richter seggt?“

Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Rolf-Michael Eggert über Plattdeutsch vor Gericht, problematische Windräder und warum es Anwälten wie Landärzten geht: Nachfolger zu finden, ist und bleibt extrem schwer.

Versteh' mich doch! Kanzleikorrespondenz effektiv formulieren

Versteh' mich doch! Kanzleikorrespondenz effektiv formulieren

Klar und verständlich zu kommunizieren, ist für Unternehmen, Dienstleister und Freiberufler essenziell. Kaum jemand hat Zeit und Lust, Schachtelsätze in den Versteh-Modus zu schubsen oder unnötig Fremdwörter nachzuschlagen. Und wie ist das bei Anwälten, bei deren Juristenjargon komplizierte Sprache fast "Programm" ist? Mit klugen Ideen lassen sich auch Korrespondenz-Stile in Kanzleien entschlacken und Geschriebenes auf Verständlichkeit trimmen. In diesem Beitrag kommen ein paar Fachleute zu Wort, die sich damit auskennen. 

„Für Juristen ist Sprache ein zentrales Unterscheidungskriterium“

„Für Juristen ist Sprache ein zentrales Unterscheidungskriterium“

Effektiv und zeitgemäß mit Mandanten kommunizieren: hier bieten sich Anwälten unterschiedlichste Ansätze. Aber ist das nicht auch ein idealer Tummelplatz für Legal-Tech-Tüftler? Nicht unbedingt, denn die Anbieter kämpfen in einem schwierigen Markt, weiß der Münchner Rechtsanwalt und Legal-Tech-Kenner Simon Ahammer. Im Interview erklärt er, warum Anwälte sich in den Ausdrucksstil nicht gerne hereinreden lassen und warum die deutsche Sprache es Lösungen mittels Künstlicher Intelligenz nicht gerade einfach macht.

Verständlichkeit² im Anwaltsbüro – Texte schnitzen und Geschichten erzählen

Verständlichkeit² im Anwaltsbüro – Texte schnitzen und Geschichten erzählen

Über die Möglichkeiten, wie Kanzleien mit verständlichen Texten und innovativen Ideen die Kommunikation mit Mandanten verbessern, wurde hier kürzlich schon geschrieben. Anwälte registrieren, dass sie bei Rechtsuchenden schneller und besser auf den Punkt kommen müssen und auch mit cleveren Geschichten arbeiten können, sagt die Volljuristin Eva Engelken im Interview. Storytelling für Kanzleien? Genau.

„Als Anwalt die Brille eines Investors tragen“

„Als Anwalt die Brille eines Investors tragen“

Solide Erfolgsaussichten, aber wenig finanzielle Ressourcen: Mandanten vermeiden dann oft einen Rechtsstreit. Oder beauftragen einen Prozessfinanzierer. Der analysiert hochprofessionell die individuellen Risiken, prüft Erfolgsaussichten und zieht Spezialisten hinzu. Stehen die Chancen gut, übernimmt er die Prozesskosten und erhält einen Anteil.

„Ein Bauchgefühl dafür haben, ob etwas »fliegen« kann oder nicht“

„Ein Bauchgefühl dafür haben, ob etwas »fliegen« kann oder nicht“

CMS ist in Deutschland eine der führenden wirtschaftsberatenden Anwaltssozietäten. Mehr als 600 Anwälte, Steuerberater und Notare sind in acht wichtigen Wirtschaftszentren in Deutschland und an fünf internationalen Standorten vertreten. Rechtsanwalt Dr. Jörg Zätzsch ist einer von ihnen und seit 2004 Partner der Sozietät. Ein Gespräch über zufriedene Investoren, wie Anwälte Start-ups unter die Arme greifen und warum bei FinTechs noch einiges geht.