„Wat hett de Richter seggt?“

Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Rolf-Michael Eggert über Plattdeutsch vor Gericht, problematische Windräder und warum es Anwälten wie Landärzten geht: Nachfolger zu finden, ist und bleibt extrem schwer.

Versteh' mich doch! Kanzleikorrespondenz effektiv formulieren

Klar und verständlich zu kommunizieren, ist für Unternehmen, Dienstleister und Freiberufler essenziell. Kaum jemand hat Zeit und Lust, Schachtelsätze in den Versteh-Modus zu schubsen oder unnötig Fremdwörter nachzuschlagen. Und wie ist das bei Anwälten, bei deren Juristenjargon komplizierte Sprache fast "Programm" ist? Mit klugen Ideen lassen sich auch Korrespondenz-Stile in Kanzleien entschlacken und Geschriebenes auf Verständlichkeit trimmen. In diesem Beitrag kommen ein paar Fachleute zu Wort, die sich damit auskennen. 

„Für Juristen ist Sprache ein zentrales Unterscheidungskriterium“

Effektiv und zeitgemäß mit Mandanten kommunizieren: hier bieten sich Anwälten unterschiedlichste Ansätze. Aber ist das nicht auch ein idealer Tummelplatz für Legal-Tech-Tüftler? Nicht unbedingt, denn die Anbieter kämpfen in einem schwierigen Markt, weiß der Münchner Rechtsanwalt und Legal-Tech-Kenner Simon Ahammer. Im Interview erklärt er, warum Anwälte sich in den Ausdrucksstil nicht gerne hereinreden lassen und warum die deutsche Sprache es Lösungen mittels Künstlicher Intelligenz nicht gerade einfach macht.

Verständlichkeit² im Anwaltsbüro – Texte schnitzen und Geschichten erzählen

Über die Möglichkeiten, wie Kanzleien mit verständlichen Texten und innovativen Ideen die Kommunikation mit Mandanten verbessern, wurde hier kürzlich schon geschrieben. Anwälte registrieren, dass sie bei Rechtsuchenden schneller und besser auf den Punkt kommen müssen und auch mit cleveren Geschichten arbeiten können, sagt die Volljuristin Eva Engelken im Interview. Storytelling für Kanzleien? Genau.

„Ein Bauchgefühl dafür haben, ob etwas »fliegen« kann oder nicht“

CMS ist in Deutschland eine der führenden wirtschaftsberatenden Anwaltssozietäten. Mehr als 600 Anwälte, Steuerberater und Notare sind in acht wichtigen Wirtschaftszentren in Deutschland und an fünf internationalen Standorten vertreten. Rechtsanwalt Dr. Jörg Zätzsch ist einer von ihnen und seit 2004 Partner der Sozietät. Ein Gespräch über zufriedene Investoren, wie Anwälte Start-ups unter die Arme greifen und warum bei FinTechs noch einiges geht.

Wie Anwälte ihre Mitarbeiter in Elternzeit unterstützen sollten

Der Schreibtisch in der Kanzlei ist leer, und der Grund dafür ist der schönste, den man sich vorstellen kann: Nachwuchs tritt ins Leben, man geht in Elternzeit. Die Elternzeitquote ist von 2009 auf 2019 um ein gutes Drittel angestiegen. In Zeiten des Fachkräftemangels sollten Anwälte diese Zeitspanne aktiv gestalten, um Mitarbeiter zu halten. Denn wer geschätzt wird, kehrt gern und motiviert zurück.

„Als Anwalt die Brille eines Investors tragen“

Solide Erfolgsaussichten, aber wenig finanzielle Ressourcen: Mandanten vermeiden dann oft einen Rechtsstreit. Oder beauftragen einen Prozessfinanzierer. Der analysiert hochprofessionell die individuellen Risiken, prüft Erfolgsaussichten und zieht Spezialisten hinzu. Stehen die Chancen gut, übernimmt er die Prozesskosten und erhält einen Anteil.