Zwischen Deepfake-Mandat und KI-Output: „Weglaufen aus der KI-Welt ist nicht möglich“

Rechtsanwalt Chan-jo Jun beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Schnittstellen zwischen Recht, Technik und digitaler Öffentlichkeit. Im Interview mit Julia Schmidt spricht er darüber, warum Deepfake-Fälle besondere Eile verlangen, weshalb generative KI neue urheberrechtliche Risiken schafft und was Anwälte heute können müssen, um Mandanten in diesen dynamischen Feldern sicher zu beraten.
Anwaltsvergütung und KI?

Unsere Frage des Monats lautet diesmal: Anwaltsvergütung und KI?
Im Video erhalten Sie die Antwort von unserem Gebührenrechtsexperten und Dozenten Diplom-Rechtspfleger Thomas Schmidt. Er geht auf die Auswirkungen der KI-Verwendung auf den anwaltlichen Berufsalltag ein, indem er 2 Bereiche darstellt: Anwendung von KI in der anwaltlichen Tätigkeit und ihre Auswirkung auf die Anwaltsvergütung sowie Anwendung von KI zur Erstellung von Rechnungen. Herr Schmidt gibt Tipps, welche Vergütungsmodelle sich dabei am besten eignen, und zeigt auf, welche Fehler dabei lauern und worauf zu achten ist.
JURA Bytes #2 Deepfake-Opfer schützen: Der rechtliche Werkzeugkasten

Deepfakes, also mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) manipulierte Videos und Bilder, verbreiten sich zunehmend im Internet. Für Betroffene können sie gravierende Folgen haben. Aktuell sorgt ein prominenter Fall für Schlagzeilen und wirft eine zentrale Frage auf: Worauf können wir uns noch verlassen, wenn wir nicht einmal mehr unseren eigenen Augen trauen können?
In dieser Folge sprechen die auf IT-Recht spezialisierten Rechtsanwälte Florian Hackel und Dr. Jessica Flint über die rechtlichen Grundlagen rund um Deepfakes und deren Auswirkungen.
Anwaltschaft im Aufbruch – Zukunft gestalten: Unsere Eindrücke vom Deutschen Anwaltstag 2026!

Vom 8. bis 12. Juni 2026 fand der Deutsche Anwaltstag (DAT) unter dem Motto „Anwaltschaft im Aufbruch – Zukunft gestalten“ in der Messe Freiburg im Breisgau statt. Auch in diesem Jahr setzte der Deutsche Anwaltverein auf ein hybrides Veranstaltungskonzept: Während die ersten drei Tage (8. bis 10. Juni) im digitalen Raum stattfanden, wurden die anschließenden Präsenzveranstaltungen vom 10. bis 12. Juni ausgerichtet.
KI im Arbeitsrecht: Wo Kanzleien heute schon entlastet werden

Kündigungsschutz, Abmahnung, Standardanfragen von Arbeitgebern: Gerade im Arbeitsrecht gibt es viele Vorgänge, die sich strukturieren, vorbereiten und teilweise automatisieren lassen. Doch wo entlastet Legal AI tatsächlich schon heute und wo bleiben anwaltliche Erfahrung, strategische Einordnung und Verhandlungskompetenz unersetzlich? Julia Schmidt spricht mit Dr. Christopher Runte, Geschäftsführer der Lawsuite AI GmbH, über den praktischen Einsatz von KI im Arbeitsrecht, neue Beratungsmodelle und die Bedeutung verlässlicher juristischer Quellen.
PROMPT DES MONATS: Der Aktenaufbereiter für die Strafverteidigung

Die Akte ist der Fall. Wer die Akte nicht beherrscht, beherrscht den Fall nicht. Und genau hier liegt das Problem: Strafrechtliche Akten können hunderte, tausende, manchmal zehntausende Seiten umfassen – und sie müssen nicht nur gelesen, sondern strukturiert erfasst, aufbereitet und jederzeit zugreifbar gemacht werden. Mit dem hier vorgestellten Werkzeug können Sie es leichter mit der Akte hantieren. Strukturierte Übersichten über den Akteninhalt – Inhaltsverzeichnisse, Personenverzeichnisse, Chronologien, Beziehungsübersichten – ermöglichen die schnelle Orientierung und das gezielte Arbeiten mit der Akte.
Reden wir: Kanzleipraxis Wissen: #30 Warum KI kein Anwalt ist – mit Yvonne Roßmann

Viele nutzen KI heute noch wie Google: Frage rein, Antwort raus – fertig. Doch so einfach ist es nicht.
In dieser Folge von „Reden wir: Kanzleipraxis Wissen“ geht es darum, warum künstliche Intelligenz kein Anwalt ist – und auch keiner wird.
Gemeinsam mit Rechtsanwältin und Fachanwältin für IT-Recht Yvonne Roßmann blickt Julia Schmidt hinter die Fassade der vermeintlich „intelligenten“ Systeme: Warum KI oft überzeugend klingende Fehler produziert, wie sogenannte Halluzinationen entstehen – und weshalb Blindvertrauen im juristischen Kontext riskant ist.
Es geht um die richtige Herangehensweise, sinnvolle Einsatzszenarien und die zentrale Frage, was Anwältinnen und Anwälte auch in Zukunft unverzichtbar macht: Erfahrung, Bewertung und Verantwortung.
KI in der Kanzlei: Verträge, Datenschutz, Gerichte – worauf es jetzt ankommt

Künstliche Intelligenz hält in Kanzleien zunehmend Einzug in die tägliche Arbeit – sei es bei der Vertragsgestaltung, der Dokumentenanalyse oder der Aufbereitung juristischer Inhalte. Damit wachsen nicht nur die Einsatzmöglichkeiten, sondern auch die rechtlichen und praktischen Fragen: Welche Tools dürfen genutzt werden? Wo liegen die Grenzen bei Datenschutz und Berufsrecht? Welche Anforderungen ergeben sich aus dem AI Act – und wie gehen Gerichte bislang mit dem Nachweis und der Bewertung von KI-Einsatz um? Im zweiten Teil des Interviews ordnet Tom Braegelmann die wichtigsten Problemfelder ein und zeigt, worauf Kanzleien jetzt besonders achten sollten.
KI in der Kanzlei: Wo es heute wirklich riskant wird

Künstliche Intelligenz hilft beim Formulieren, Zusammenfassen und Strukturieren – und genau darin liegt auch das Risiko. Denn je überzeugender der Output wirkt, desto leichter wird übersehen, dass er inhaltlich falsch, unvollständig oder rechtlich heikel sein kann. Im Interview erklärt Tom Braegelmann, welche Fehlannahmen ihm in der Praxis derzeit besonders häufig begegnen, warum gerade sprachlich starke Ergebnisse trügerisch sein können und worauf Anwältinnen und Anwälte beim KI-Einsatz sofort achten sollten.
„Mein Gesicht gehört mir“ – Aktuelle Entwicklungen zu Deepfakes

Tausende demonstrierten in den vergangenen Wochen gegen Deepfakes. Jedenfalls sie sind sich einig: Es muss sich etwas verändern. Seitdem gibt es mehrere Gesetzentwürfe, die das Strafrecht anpassen sollen – und eine Diskussion darüber, ob es überhaupt neue Gesetze braucht. Die EU plant derweil mit dem Digitalen Omnibus, KI-Systeme zu verbieten, die Deepfakes erzeugen können.
Im Zentrum der Debatte stehen Bilder, Videos oder Audios, in denen eine echte Person etwas zu tun oder zu sagen scheint, was sie in Wirklichkeit nie getan oder gesagt hat.